Emotionale Hochsensibilität
Die Herausforderung, tiefe Gefühle zu meistern
Bevor ich wusste was emotionale Hochsensibilität (HSP) ist, war ich immer verwirrt was meine Emotionen anging. Hier ist ein Beispiel: Ich war den ganzen Tag schon ein bisschen “grumlig”. Meine Freundinnen kamen zu Kartenspielen vorbei und meine Laune war nicht wirklich besser (man kennt solche Tage). Wir unterhielten uns über alles mögliche. Die zwei fanden etwas wirklich witzig, ich lachte mit, fand es persönlich aber gar nicht witzig. Aber gegen das Lachen konnte ich mich nicht wehren, es kam automatisch. Ich habe mich von ihrer Laune beeinflussen lassen. Zwar waren die zwei lieben gewillt, alles zu tun, dass meine Laune besser wurde, dennoch hatte ich an diesem Tag keine Lust dazu “gut gelaunt” zu sein.
Solche Situationen erlebe ich oft, wenn ich auf der Arbeit bin oder in der Stadt unterwegs. Emotionen die nicht meine sind, bleiben bei mir hängen (meist den ganzen Tag). Am schlimmsten sind es die Negativen die mich nicht oder nur schwer loslassen.
Emotionale Hochsensibilität: Was es bedeutet
Emotionale Hochsensibilität, oder emotionale HSP, beschreibt Menschen, die besonders stark auf die Emotionen anderer reagieren. Diese Sensibilität macht es uns möglich, die Gefühle unserer Mitmenschen tief und authentisch zu spüren, selbst wenn diese sie nicht offen zeigen. Wir können in der Mimik, Gestik oder sogar der bloßen Energie eines Raumes Stimmungen und Emotionen wahrnehmen, die anderen entgehen.
Aus der Sicht eines Coaches betrachtet, kann diese Art der Sensibilität ein Geschenk, aber auch eine große Herausforderung sein. Auf der positiven Seite stehen Empathie, Mitgefühl und die Fähigkeit, tiefere zwischenmenschliche Verbindungen zu schaffen. Doch die Kehrseite ist die Gefahr der emotionalen Überlastung. Wenn wir ständig die Emotionen anderer aufnehmen, kann es schwer werden, unsere eigenen Gefühle davon zu trennen und emotional stabil zu bleiben.

Achtsamkeitsübungen für emotionale HSPs
Um als emotionale HSP im Gleichgewicht zu bleiben, sind Achtsamkeitsübungen ein kraftvolles Werkzeug. Hier sind einige, die dir helfen können, dich besser abzugrenzen und deine Energie zu bewahren:
- Atemübungen: Wenn du merkst, dass dich die Gefühle anderer überwältigen, nimm dir einen Moment, um dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Tiefe Atemzüge helfen dir, dich zu erden und deine eigenen Emotionen von denen der anderen zu trennen.
- Meditation: Regelmäßige Meditation kann dir helfen, dich zu zentrieren und einen ruhigen Raum in dir zu schaffen, in dem du dich von äußeren Einflüssen distanzieren kannst.
- Visualisierung: Stelle dir eine schützende Hülle um dich vor, die dich vor den intensiven Gefühlen anderer schützt. Diese mentale Übung kann dir helfen, emotionalen Abstand zu schaffen.

Fazit: Deine Sensibilität als Stärke
Emotionale Hochsensibilität ist keine Schwäche, sondern eine Gabe, die es dir erlaubt, tiefere Verbindungen zu anderen und zu dir selbst aufzubauen. Es geht jedoch darum, diese Sensibilität bewusst zu managen und Wege zu finden, sich zu schützen, ohne deine Offenheit zu verlieren.
Ich ermutige dich, auf deine emotionale Hochsensibilität stolz zu sein und sie als Teil deiner Einzigartigkeit zu sehen. Vielleicht hast du ähnliche Situationen erlebt oder fühlst dich in sozialen Interaktionen oft überfordert? Teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren oder schreibe mir direkt. Gemeinsam können wir lernen, unsere Sensibilität zu nutzen, um ein erfülltes und harmonisches Leben zu führen. Möchtest du wissen welche HSP bei dir im Vordergrund steht? Dann mache mein Quiz!
Liebe geht raus,
Rebecca 🌿
