Kennst du das? Du hast bei der Arbeit etwas nicht gut gemacht und man Fragt Warum, denn sonst war es auch immer doch so gut?
Du ringst um Antworten, die die Erklähren sollten warum, obwohl du an dem Tag dein Bestes gegeben hattest. Dann fängt dein Innerer-Quatschi an: Das hättest du besser machen sollen; Hab´s dir doch gesagt, dass du es so machen solltest; Ich bin nicht gut genug; Die sind jetzt unzufrieden mit mir, ich muss mich noch mehr anstrengen; Hättest mehr Lernen sollen; Andere können das besser; …..
Warum haben HSP (Hochsensible) solche Negative Gedanken?
Wir als HSP neigen dazu sich um alls Mögliche Sachen tief zu zerdenken.
Zum Beispiel : Über Vergangenes zu Grübeln, Über die Zukunft, sich in andere Hineindenken,FOBO (steht für Fear Of Better Options und bezeichnet die Angst, nicht die optimale Entscheidung zu treffen. Auch diese Angst ist ein typischer Auslöser von Grübelattacken bei Hochsensiblen.) oder der Weltschmerz (Warum ist die Welt so…)
Unser Gehirn zeigt beim Betrachten emotionaler Bilder oder Gesichter stärkere Aktivität in Bereichen zeigen, die mit Aufmerksamkeit, Empathie und Planung von Handlungen assoziiert sind.
Der Bereich ventromedialer präfrontaler Cortex (vmPFC) — wichtig für Emotionsverarbeitung und Bewertung — scheint bei HSP intensivere emotionale Erlebnisse zu ermöglichen.( Drelayne Daniels) Auch tiefere Bewusstheit für innere Zustände (Körperempfindungen, Stimmungen) — vermittelt z. B. über Regionen wie Insula — kann bei HSP stärker ausgeprägt sein, was dazu führen kann, dass wir negative Gefühle oder Stress intensiver wahrnehmen. Weil wir HSPs oft „tiefer verarbeiten“ (Gedanken, Gefühle, Eindrücke), besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für Grübeln, intensive Selbstreflexion, Selbstkritik, Überforderung durch Reize — all das kann negative Gedanken begünstigen.
Wir sind also empfindlicher gegenüber soziale und emotionaler Reize wie Kritik, Konflikte, Zwischentöne, subtile negative Schwingungen werden besonders stark wahrgenommen — das kann zu Überstimulation oder innerem Stress führen.
Stärkere emotionale Reaktivität: Gefühle wie Scham, Schuld, Selbstkritik können intensiver auftreten. Selbst kleine negative Aussagen oder Ereignisse können stark wirken. Und in einer Umgebung die diese begünstigen (Leistungsdruck, viel Stress, Leute die mit ihren Emotionen um sich werfen, usw) wirke stärker auf uns ein.
Aber bevor du den Kopf in den Sand steckst : Wir sind nicht verloren oder können diesen Teufelskreis nicht durchbrechen. Sondern der Gegenteil ist der Fall: mit einfachen Achtsamkeits-Methoden und die arbeit mit Glaubensgrundsätzen kann man sehr viel positives erreichen.
Was kann ich als HSP gegen diese negativen Gedanken machen?
Erst musst du verstehen, dass die negativen Glaubenssätze die deine Gedanken bestimmen, erlernte Werte sind. Diese Werte können in der Familie, Sozialen Gruppen oder Beruf/Schule erlernt werden. Solche Sätze wie : Selbstständig – Selbst und ständig oder von Nix kommt nix; Ehrlich währt am längsten, Reiche sind gierig und so weiter.
Aber es gibt auch selbst erlernte, die man entwickelt um mit äußeren sinnlichen Erfahrungen und inneren Vorgängen verarbeiten zu können.
Mit folgenden Methoden, kannst du als HSP deinen negativen Gedanken einhalt gebieten:
– Reframing (aus NLP)
Man deutet die Gedanken kreative um.
Zum Beispiel :
„Ich bin zu sensibel.“ → „Meine Sensibilität ist ein Instrument, das ich besser nutzen lernen kann.“
– Veränderung der Bedeutung
„Ich fühle mich so, weil…. Passiert“ → „Ich fühle mich gestresst, weil es mir zu viele Leute/Infomrationen gab. Und ich nicht alles sicher aufnehmen konnte.“
– Veränderung des Umstandes
„Ich bin zu pingelig“ → „Ich arbeite genau“
– Überprüfe deine Gedanken
In welche Kategorie gehört dein Gedanke ?
Ursache, Bedeutung, Identität, andere, Beziehung, Welt oder Selbst-wirksam
oder : Hinterfrage deine Gedanken
→ Stimmt, das was ich mir da sage? Gibt es einen Beweis dafür oder dagegen? Was sagen andere über mich? Wer sagt das ? Ist es meine Wahrheit oder die jemand anders? Ist das mein Problem oder nicht? Wer hat diesen „Standard“ gesetzt und passt es zu meiner Sicht?
Was mir als HSP geholfen hat
Mir hat viele verschiedene Dinge geholfen, Achtsamkeit um meine Gedanken mal auf Pause zu haben. Also Meditieren.
Die Arbeit mit Glaubensgrundsätzen, damit mein Quatschi leiser wird. Ich bin mir bewusst, dass es nicht so schnell und einfach geht wie man es schreibt. Ja, es steckt Arbeit dahinter, aber diese wird es sich zu 100% lohnen.
Was mir auch noch geholfen hat, ist die Arbeit mit meinem Nervensystem. Ich versuche es durch Atemübungen und EFT-Klopfen zu regulieren.
Und alles zusammen ist eine Mächtige Kombo, und hat so sehr mein Leben bereichert.
Und ich wünschte, ich könnte viele mit diesem Wissen helfen, damit sie verstehen, dass sie nicht Opfer ihrer Gedanken oder Umstände sind. Sondern Schöpfer/in ihrer eigenen Realität und somit ihrer eigenen Welt.
Fazit :
Wir alle haben diese negative Gedanken, aber man muss sich nicht von ihnen das Leben vermiesen lassen. Wir kreieren unsere Welt durch unsere Gedanken. Deine Gedanken sind der Urspung deiner Welt. Diese kannst du ändern wann immer du willst. Mit einfachen und nützlichen Methoden.
Falls du dich tiefer und nicht alleine dadurch möchtest, helfe ich dir gerne dabei mit meinem 1:1 Coaching.
Oder du schaust bei meinem What´s App Kanal vorbei um, dir Inspiration und einfache Tools zu finden.
